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Termine

20.08.2018
Erster Schultag

First School Day

26.08.2018
Schuljahresanfangsgottesdienst @ DSN
School Year Opening Service on the DSN grounds

21.09.2018
@18.30 Uhr, Sundowner mit Liveband, Deutschsprachige Kirchengemeinde, Riverside Drive (neben der Deutschen Botschaft)
@ 6.30 pm, sundowner with live band, German Speaking Congregation, Riverside Drive (next to the German Embassy)

01.10.2018
03.10. Tag der Deutschen Einheit
(01./02.10. unterrichtsfrei)

03.10 Day of German unity
(01./02.10. No lessons)

10.10.2018
Moi Day (Schulfrei)
Moi Day (No Lessons)

15.10.2018
Herbstferien
(20.10.: Mashujaa Day- ehem. Kenyatta Day)

Autumn Holiday
(20.10.: Mashujaa Day- former Kenyatta Day)

10.12.2018
Weihnachtsferien (inkl. Jamhuri Day)
(Fr. 07.12. –letzter Schultag;
Mo. 07.01.- erster Schultag)

Christmas Holidays (incl. Jamhuri Day)
(Fr. 07.12. –last school day;
Mo. 07.01.- First school day)

01.02.2019
Ausgabe der Halbjahreszeugnisse

Issue of semi-annual reports

15.04.2019
Osterferien
(letzter Schultag: 12.04.;
erster Schultag 06.05.)

Easter Holidays
(last school day: 12.04.;
First school day: 06.05.)

01.05.2019
01.05. (Tag der Arbeit,
02./03.05. unterrichtsfrei)

01.05. (Labor Day)
02./03.05. (no lessons)

03.06.2019
Unterrichtsfrei
01.06.: (Madaraka Day)
03.06. (Ausgleichstag)
05.06. (Eid al Fitr Day)

No lessons
01.06.: (Madaraka Day)
03.06. (Compensation day)
05.06. (Eid al Fitr Day)

08.07.2019
Sommerferien (letzter Schultag: 5.07.;
erster Schultag: 19.08.; Präsenztage:15. und 16.08.)

Summer holidays (Last school day: 05.07.;
First school day: 19.08.; – Attendance days: 15.and 16.08.)

Erfahrungsbericht: Meine Zeit in Kenia

Flughafen Frankfurt, 17. August 2017. In wenigen Minuten startet unser Flugzeug in die Ferne. Jeder kennt das Gefühl des Abschiednehmens, des Verlassens. Doch wie heißt es so schön: In jedem Abschied liegt irgendwo auch ein Neuanfang. Für mich heißt es jetzt „Auf Wiedersehen Deutschland!“, denn ich fliege in ein anderes Land. Meine Freunde erzählen anderen Menschen nur: Der Manuel geht für ein halbes Jahr nach Afrika. Wohin genau, das haben sie wahrscheinlich alle schon wieder vergessen.

Aber ich nicht. Ich weiß: In wenigen Minuten fliege ich in die kenianische Hauptstadt Nairobi im Osten Afrikas. Was mich dort erwartet, kann ich nur erahnen, denn ich war schonmal dort. 6 Jahre ist das nun schon her und die Erinnerungen sind langsam verblasst. Wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht mehr viel von dem Land. Und jetzt will ich für die nächsten sechs Monate dort leben.

Ich komme morgens früh an und bin nach dem sieben-Stunden Flug ziemlich gerädert. Da hilft der endlose Bürokratismus am Jomo Kenyatta Airport nicht wirklich, meine Laune zu verbessern, jedoch kann ich so gleich schonmal die erste landestypische Eigenheit kennenlernen: In Kenia einzureisen, kann sich manchmal ganz schön in die Länge ziehen...

Mit meiner Familie wohne ich mitten in der kenianischen Metropole in einem Kinderheim, das auch kleine Appartements für Menschen der ganzen Welt anbietet. Unsere Nachbarn kommen also aus aller Herren Länder und arbeiten bei den Vereinten Nationen, in der Entwicklungshilfe oder IT-Branche. Den Aspekt der Multikulturalität bekomme ich in Kenia jeden Tag neu vorgelebt.

Die Deutsche Schule Nairobi liegt nicht weit entfernt von meinem Wohnort, bei meinem ersten Schultag verspüre ich eine Aufregung, natürlich gemischt mit Neugier. Die Schule ist der Ort, an dem ich die nächsten Monate wahrscheinlich die meiste Zeit verbringen werde. Doch die Menschen um mich herum, geben mir von Anfang an das Gefühl, Willkommen zu sein. Die Schulleiterin begrüßt mich im Eingangsbereich; sie sei ja auch neu, sagt sie zu mir.

Die ersten Wochen in der Schule sind aufregend. Jeden Tag erlebe ich Neues, lerne Menschen kennen und ganz allmählich merke ich, dass ich mich eingelebt habe. Die vielen unterschiedlichen Nationalitäten lassen gleichzeitig ein Gefühl der Gemeinschaft und Solidarität entstehen, das ich in dieser warmen Form aus Deutschland schlichtweg nicht kenne. Alles ist irgendwie kleiner, persönlicher und damit auch sympathischer. Wenn ich morgens aufwache spüre ich eine Vorfreude auf den Schultag. Auch das war in Deutschland eher selten der Fall.

Außerhalb der Schule lerne ich die verschiedenen Seiten Kenias kennen: An einem Wochenende unternehmen wir einen Ausflug in den „Nairobi National Park“. Vor den Toren der ostafrikanischen Stadt beobachten wir Büffel, Giraffen und Löwen aus nächster Nähe und doch mitten in der Natur.

Eine wunderschöne Aussicht auf die weite Savanne erhalten wir bei Sonnenaufgang früh am Morgen.

Typisch Afrika halt, werden die meisten sagen. Doch das ist eben nicht alles. Nach einiger Zeit bin ich nicht mehr der oberflächliche Tourist, der mit Kamera durch die Gegend läuft. Ich lerne das Land, dessen Geschichte und vor allem dessen Menschen kennen. Die vielen Begegnungen mit Einheimischen, die mir von ihren Meinungen und Gedanken, von ihren Freunden und Familien und vielleicht auch von ihren Ängsten und Sorgen erzählen, werde ich nie vergessen. Unzählige Gespräche und Momente haben mich geprägt.

Es entsteht ein differenziertes Bild in meinem Kopf. Da gibt es natürlich zum einen die große Armut, die wir immer vor unserem inneren Auge sehen, wenn wir an Afrika denken. Etwa eine halbe Million Menschen wohnen in Kibera, dem größten Slum Afrikas, in Dreck und Armut. Um das zu sehen, muss ich nicht weit fahren. Doch auf dem Weg dorthin fahre ich durch die Viertel Nairobis, in denen die reichsten Kenianer, umgeben von meterhohen Zäunen mit Stacheldraht, leben.

In mir wächst die Erkenntnis, dass dieses Land sehr wohl Geld hat, bei der Verteilung aber einiges schiefläuft. Die reichen Kenianer interessieren sich dafür aber auch nicht, habe ich den Eindruck. Das wissen die Einheimischen hier auch. Dennoch spüre ich unter dem Volk eine nahezu riesige Fröhlichkeit. Wenn ich die Menschen mit Respekt behandle, geben Sie mir das mit dreifacher Freude zurück. Mit der Zeit merke ich, wie sich ein ganz neues Lebensgefühl in mir aufbaut. Ich genieße das Gefühl, weg von Deutschland, und ein Teil von der neuen Kultur in Kenia zu sein.

Religion ist ein wichtiges Thema. Die Menschen haben einen tiefen Glauben, der mich schnell mitreißt. Das gemeinsame Feiern wie zum Beispiel an Weihnachten berührt und belebt. Und wieder einmal wird mir das Gefühl gegeben, dass ich hier dazugehöre. Ich weiß nicht, ob es ein schöneres Gefühl gibt.

Es ist eine Zeit der unzähligen Eindrücke für mich. Weil ich weiß, dass meine Zeit begrenzt ist, versuche ich so viel zu erleben wie möglich. Und sei es nun der abenteuerliche Aufstieg auf den Mount Kenya oder die gemeinsame Zeit mit anderen Jugendlichen in meinem Alter: Mit jeder Minute verliebe ich mich mehr in dieses Land. Und ich bin ein Teil davon.

Es ist der zweite Februar 2018. Ein letztes Mal steige ich in den Schulbus, der mich durch die holperigen Straßen und den frühmorgendlichen Verkehr zu Deutschen Schule bringt. Ein letztes Mal winke ich dem Wachposten vor dem Schultor, der wie immer bereitsteht. Und ein letztes Mal betrete ich mein Klassenzimmer, in dem meine Freunde schon auf mich warten.

Nach Schulschluss kommt der unvermeidliche Abschied. Unzählige Umarmungen und Glückwünsche für die Zukunft später, sitze ich mit gepackten Koffern im Taxi zum Flughafen. Ein letztes Mal ziehe ich an den kenianischen Kleinbussen, den Matatus, vorbei.

Im Flugzeug angekommen, kann ich während des Starts die Tränen nicht mehr zurückhalten. In den letzten Monaten ist Kenia zu meiner Heimat geworden, die ich nun zurücklassen muss.

Drei Monate später denke ich jeden Tag an diese Zeit. Nichts hat mich so sehr geprägt wie meine Zeit in Ostafrika. Ich sitze an meinem Schreibtisch mit Blick auf den Jahreskalender der Deutschen Schule.

Im Hintergrund läuft kenianische Musik und neben mir auf einem Regal steht ein Buch. Ein Geschenk von meiner Klasse, mit Fotos und wunderschönen Worten von jedem Einzelnen. Wenn ich an die Zeit zurückdenke, nehme ich mir das Buch und sehe mir es zum unendlichsten Mal an, mit dem Ergebnis, dass mir noch schwerer ums Herz wird.

Doch was bleibt, ist die Erinnerung an eine wunderschöne Zeit, und das kann mir nun wirklichniemand nehmen. Und am Tag meiner Abreise schreibt mir eine Mitschülerin noch eine Whatsapp- Nachricht: „You´re a part of us…“

Manuel Rechsteiner