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Karibu ya Kenia!

Willkommen in Kenia als Gastschüler/in an der DSN

Am Rand der kenianischen Hauptstadt Nairobi liegt in einem großen, tropischen Garten die Deutsche Schule Nairobi. Etwa 180 Schülerinnen und Schülern lernen hier in 12 Klassenstufen nach deutschen Lehrplänen - unter der Sonne Afrikas. In der Schule begegnen sich Kinder und Jugendliche aus mehr als 30 Nationen, die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Auf dem Schulcampus befinden sich zahlreiche Sportanlagen, wie z.B. ein Schwimmbad mit 25-Meter Becken und Tennisplätze.

Gerne nehmen wir in unsere 9., 10. und 11. Klasse deutschsprachige Gastschülerinnen und Gastschüler auf.

Ein Schul(halb)jahr in Nairobi bietet Jugendlichen vielfältige Chancen und Anregungen: Sie vertiefen im englischsprachigen Umfeld ihre Sprachkenntnisse und bleiben dennoch im deutschen Schulsystem.

Auf dem Schulgelände gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung in AGs oder in der Freizeit. Das Urlaubsland Kenia bietet eine Vielfalt an Attraktionen: unberührte Natur, Einblicke in traditionelles afrikanisches Dorfleben, die exotische Tierwelt Ostafrikas und nicht zu vergessen die weißen Strände des indischen Ozeans. Gleichzeitig fordern der Alltag und die politische Situation in einem afrikanischen Entwicklungsland zur persönlichen Auseinandersetzung heraus und schärfen immer wieder den Blick fürs Wesentliche.

Unsere Gastschülerinnen und Gastschüler erhalten am Ende ihres Aufenthaltes eine Bescheinigung über ihren Schulbesuch sowie ein in Deutschland anerkanntes Zeugnis. Die Schullaufbahn kann ohne Verzögerung zu Hause fortgesetzt werden.

Was sind die Voraussetzungen für ein Gastschul(halb)jahr?

  • Freistellungserklärung der aktuellen Schule in Deutschland über den Zeitraum des Gastschulaufenthaltes
  • Einreichung der letzten beiden Schulzeugnisse
  • Gültige Auslandskranken-, Privathaftpflicht- und Unfallversicherung
  • Gültiges Touristenvisum zur Einreise (erhältlich bei der Kenianischen Botschaft in Berlin). 
  • Nach Ankunft in Nairobi beantragt die DSN das Schülervisum in Kenia. Dafür bitten wir Sie uns bereits zu Beginn des Gastschüleraufenthaltes die entsprechenden Unterlagen per Email zu schicken, Anforderungen hier

Was kostet der Aufenthalt?

Bitte finden Sie einen Überblick über unsere Schulgebühren hier. Für einen Halbjahresaufenthalt bitte die ausgewiesene Jahresrate halbieren.

Informationen zu unserem Schulbuchleihsystem finden Sie hier.

Für Schüler/innen ab Klasse 11 (G13) bzw. Klasse 10 (G12) besteht prinzipiell die Möglichkeit, Auslands-BAföG zu beantragen. Auch Gymnasiast/innen, die im Inland keinen BAföG-Anspruch haben, können unter bestimmten Voraussetzungen im Ausland gefördert werden.

 

Ansprechpartnerin für Gastschüler/innen an der DSN

Fragen zum Gastschulaufenthalt beantwortet gerne die Gastschülerbeauftragte der Deutschen Schule, Frau Michaela Wilken: admission@germanschool.co.ke

Erfahrungsberichte unserer Gastschüler

Emmi Ebinger & Valerian Dilger, Klasse 10

Unser Ausflug nach Mombasa

Während der Osterferien hatten wir, die Gastschüler der Deutschen Schule Nairobi die Möglichkeit, gemeinsam mit den Angestellten der DSN ein paar Tage am Meer zu verbringen. Ein fantastischer Ausflug, den wir wohl nicht vergessen werden! weiterlesen hier

Unsere Gastschüler und ihr Ausflug in die Ngong Hills

Auf einmal hörten wir es: Ein unbeschreibliches Grummeln und Knurren aus dem Busch, was Joseph sofort einem Büffel zuordnen wollte und ohne Verzug sein Gewehr zückte. Der gewaltige Knall des Schusses ließ uns das Blut in den Adern gefrieren. In diesem Moment waren wir sehr froh das Joseph unser Guide war, auch wenn sich zum Glück herausstellte, dass der vermeintliche Büffel in Wahrheit ein Motorrad war.

Aber nicht nur dieser Augenblick machte den Ausflug mit dem Boarding House der Deutschen Schule Nairobi in die Ngong Hills für uns Gastschüler unvergesslich. Mt. Longonot, Mt. Suswa, Mt. Kenya oder die Skyline von Nairobi - die Aussicht war so spektakulär, dass man gar nicht wusste, wo man zuerst hingucken sollte.

Auch war man sowieso damit beschäftigt, seinen Atem in den Griff zu kriegen, denn auf 2.400 Meter zu klettern ist eine ganz schön kraftraubende Angelegenheit.

Umso größer war der Stolz als wir wieder im Bus Richtung Boarding House saßen. Ziemlich dreckig, aber mit noch viel mehr tollen Eindrücken von Kenias Landschaft, schaukelte uns der Bus in den Schlaf.

Rebecca Vogel, Klasse 10

Ein Jahr in Afrika

Viele fragen sich sicher, wer sich freiwillig dafür entscheidet, ein Jahr in Afrika zu verbringen, wenn man sich auch für Amerika, Australien oder Neuseeland entscheiden könnte. High-School-Leben und der amerikanische Teenietraum von Cheerleadern und Wasserballspielern ist das Bild, das man von vielen Auslandschulen hat, Kenia aber ist das Entwicklungsland, in dem man ja weder Wasser noch Internet hat. Ich bin hierher gekommen und hatte keine Ahnung, wie es aussieht, wie es riecht oder wie die Menschen sind.

Am 25. Juli 2011 war es soweit, mein achtstündiger Flug von Hamburg nach Nairobi, Kenia. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich um 3 Uhr morgens bei unglaublichen 25 Grad aus dem Flieger steige und endlich in meinem neuen Zuhause ankomme. Dort, wo ich ein Jahr meiner Jugend verbringen werde. Wolkenkratzer, Hotels und die aktuellste Musik im Radio, war das wirklich der Kontinent, über den jeder denkt, dass es nichts mehr als Sonne, Giraffen und „Buschmenschen" gibt? Ich habe mich ab dem ersten Moment wohl gefühlt. Meine ersten Tage unter der Sonne Afrikas verrannen und ich wusste, dass es eine großartige Zeit werden wird. Als dann nach zwei Wochen Sommerferien und einer ersten eindrucksreichen Zeit die Schule begann, war mein Alltag endlich nicht mehr nur wie Urlaub.

Deutsche Schule Nairobi, Klasse 10, 14 Schüler. Ein enormer Unterschied zu meiner aus 30 Schülern bestehenden Klasse in Deutschland, aber dafür ein gemütlicher. Das Internat direkt nebenan, sodass man jeden Tag ein richtig gutes, meist sogar deutsches Mittagessen bekommt, das „Village Market" Shopping Center direkt gegenüber, damit die freie Zeit auch nicht zu kurz kommt. Und, um einfach abschalten zu können, wenn alles mal wieder zu viel wird, ein wunderschöner Garten.

Natalie Lammers, Klasse 10

Natalie Lammers, 16, hat ein Jahr in der Klasse 10 der DSN verbracht.

Natalie, was hat dich dazu inspiriert, ein Auslandsjahr zu machen?

Bevor ich zum Schulbesuch nach Kenya kam, habe ich hier schon einige Ferien verbracht. Das Land war mir sehr sympathisch und erweckte in mir das Interesse, die Kultur dieses Kontinents besser kennenzulernen und so beschloss ich, ein ganzes Jahr in Kenya zu verbringen.

Wie waren die ersten Monate in dieser ganz „anderen“ fremden Welt ?

In den ersten Monaten fiel es mir nicht leicht, so schnell mein deutsches Denken abzulegen. Ich habe mir noch sehr naiv vorgestellt, dass alles so funktioniert wie in Deutschland. Zum Beispiel, wenn es um Zeit geht. Es scheint so, als hätte jeder alle Zeit der Welt im Vergleich zu Deutschland, wo es wesentlich hektischer zugeht.

Fallen dir viele Unterschiede zwischen Kenya und Deutschland auf?

Es liegen Welten dazwischen. Nichts ist vergleichbar mit dem gewohnten Deutschland: das Essen, die Art der Menschen, die ganze Umgebung. Was mir auffällt, ist, dass die Menschen eine totale Lockerheit ausstrahlen, sie lachen viel, legen nicht alles auf die Goldwaage, achten nicht darauf, ob man gerade mehr oder weniger gut aussieht. Andererseits fühle ich mich als Hellhäutige auffälliger.

Wie empfindest du die Atmosphäre in der Schule?

Die ersten Monate in der DSN bedeuteten eine große Umstellung. Das Schulsystem hebt sich von dem meiner alten Schule schon sehr ab. Das Gelände der DSN gefällt mir total, es ist mit einem in Deutschland nicht zu vergleichen. Es ist freier hier, man kann sich zu jeder Zeit aufhalten, wo man möchte. 

Was für eine Einstellung haben deine Freunde aus Deutschland zu Kenya?

Deutsche Nachrichten berichten oft über Armut oder Slums und so meinen viele, dass mein Unterricht irgendwo draußen unter einem Baum stattfindet. Es ist für Menschen, die noch keine Erfahrungen gemacht haben, sehr schwer sich vorzustellen, dass man auch hier viel erreichen kann.

Meine Familie aus Deutschland ist stolz auf meine Entscheidung, dieses Jahr in Kenya zu machen. 

Hast du nach dieser Zeit Entwicklungen an dir bemerkt?

Ich habe gelernt, scheinbare Selbstverständlichkeiten wie ständiges Internet zu hinterfragen und durch die Schwierigkeiten mit dem Schulwechsel habe ich wirklich gelernt, was es heißt, zu kämpfen und sich durchzusetzen. Ich musste hart sein, da hatte ich keine andere Wahl.