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Ein Vorlesetag unter anderen Bedingungen

Datum 16.12.2020




Auch in diesem Schuljahr führte die deutsche Schule Nairobi die Tradition des jährlichen Vorlesetags fort. Am Mittwoch, den 9. Dezember, wurden die Klassen 1 bis 11 in kleine Gruppen eingeteilt, um in dieser Form als Zuhörer ihrem Vorleser oder ihrer Vorleserin zu lauschen. Als freiwillige Vorleser hatten sich Eltern, Lehrer und auch Oberstufenschüler bereitgestellt, denen an dieser Stelle besonderer Dank ausgesprochen werden muss!

Mit Engagement, Leidenschaft und Überzeugung übermittelten die Vorleser in den vielen Zoomräumen die von ihnen selbst gewählten Geschichten und Romanauszüge. So wurde ein vielfältiges Potpourri an Eindrücken und Inspirationen aufgestellt, dass die kleinen wie die großen Zuhörer ansprach.
Allein die Schüler der Klassen 5 und 6 tauchten geleitet durch ihre Vorleser Frau Gottschalk, Anastasia Pfitzmeier, Tim Eggers und Frau Ouedraogo-Wasi in die verschiedenen Welten von Jules Vernes „In 80 Tagen um die Welt“ über „Harry Potter“ und „Das Wunder von Narnia“ bis hin zu dem Flüchtlingsbericht „Junge ohne Namen“ ein.

Für die Schüler der Klassen 7 und 8 sorgten Laila Juras mit „Turmhoch und meilenweit“ und Pia Hahn mit gleich zwei Titeln - „Reisen ans Ende der Welt“ und „Allein in der Wildnis“. Reisen mit Blick auf Leben und Überleben waren Pias Motto und so gab sie (zur Freude von Frau Orao) - wissentlich oder unwissentlich - schon einen Vorgeschmack auf eine anstehende Schullektüre. Lailas Zuhörer begaben sich auf einen spannenden Trip durch Raum und Zeit, auf die Venus der Zukunft. Laila konnte ihre Gruppe durch ihr lebhaftes Vorlesen und ihre animierenden Fragen begeistern.

Frau von Malzan bot Klasse 9 Einblicke in ein anspruchsvolles Jugendbuch mit einem hochaktuellen Thema. Sie las den Anfang des Werkes „The hate you give“ vor, in dem der Mord eines Polizisten an einem afroamerikanischen Jugendlichen thematisiert wird. Im Anschluss an die Lesung diskutierten die Zuhörer mit ihrer Vorleserin über das Gelesene und insbesondere über das Vorhandensein von Rassismus in verschiedenen Ländern und kulturellen Kontexten.
                
Frau Husemann las für eine kleine Gruppe an Schülern der Klassen 10 und 11 im Freien auf dem Gelände der DSN. Sie stellte den Schülern das Buch „Aber der Himmel – grandios“ vor, dass sie gemeinsam mit einer Freundin übersetzt hatte. Die lose Blattsammlung aus dem Jahr 1941 gilt als eines der wichtigsten Dokumente der litauischen Geschichte und zeigt mit ungeheurer Sprachgewalt das Schicksal eines 14-jährigen Mädchens in der Verbannung auf. Frau Husemann konnte den Schülern auch etwas zu der Übersetzung, dem Fund des Manuskripts und den Hintergründen erklären.                   

Dies sind nur einige Einblicke in die Vielzahl an interessanten und ansprechenden Angeboten, die den Schülerinnen und Schülern an diesem Tag an der DSN zuteilwurden. Wir freuen uns, dass trotz der nicht ganz einfachen Bedingungen des digitalen Vorlesens die Schülerinnen und Schüler Inspiration in den Geschichten und zum eigenen Lesen finden konnten.


 



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