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Chemistry or not to Be

Datum 15.05.2017

Das ist nicht nur eine Aussage, es ist eine beweisbare Hypothese, denn alles was uns ausmacht sind chemische Reaktionen vom Feinsten. Dies dachte sich auch die Klasse 12 und wollte vor ihrem Abschied unserem Nachwuchs noch einmal zeigen, was sie so in den vielen Jahren in Chemie gelernt haben. So luden die „Großen“ die „Großen der Kleinen“ zu einer Experimentashow ein.

Es wurde hin- und her überlegt, wie können wir die Schüler der Klasse 4 in die Geheimnisse der Chemie einführen?! Es sollte ja eine Unterrichtsstunde der besonderen Art werden.

Also fachsimpelten wir in den letzten Chemiestunden, wie wir die Geheimnisse dieser Naturwissenschaft an unsere „neuen Forscher“ übertragen könnten. Wir schrieben die Geschichte der Prinzessin „Chemikalia“, welche im Reich der Magiere sich ihren Mann aussuchen sollte. Hier könnt ihr die Geschichte lesen:

Das Schicksal der Prinzessin Chemikalia

Es war einmal vor langer, langer Zeit, eine wunderschöne Prinzessin namens Chemikalia. Ihr Vater, König  Fluor von Chemieland, dachte es wäre endlich an der Zeit einen Mann für sie zu finden.

Doch dieser Mann durfte nicht irgendein Mann sein. Nein! Nein! Dieser Mann sollte klug und mutig sein, und Prinzessin Chemikalia für immer lieben, beschützen und sie glücklich machen. Hmm… ziemlich viele Wünsche auf ein Mal. Aber was sollte er machen? Für Chemikalia, seine einzige Tochter, wollte er doch nur das Beste.

Also beschloss König Fluor, seinen guten Freund, den Hofzauberer, um Hilfe zu bitten. Dieser hatte einen Plan.

Alle Männer, alle Chemiker, die mutig genug waren, sollten sich im Schloss Argon mit einem Liebesgedicht bewerben. Dieses Gedicht musste mit der besonderen Zauberschrift geschrieben werden. Chemikalia sollte sich die prachtvollste Zauberschrift aussuchen und sie gründlich untersuchen.

Nachdem sie alle Liebesgedichte betrachtet hatte, sagte Chemikalia zu den Chemikern: „Männer! Seid klug! Lasset den Wettbewerb beginnen“.

Der Wettbewerb wurde mit Wunderkerzen eröffnet. Die erste Prüfung bestand darin, ein bengalisches Feuer hervor zu rufen. Prinzessin Chemikalia sollte wählen, welche Flamme am hübschesten war. Der Chemiker, der die hässlichste Flamme, oder sogar gar keine Flamme erwecken konnte, wurde vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Der Flammen bläulich und gelbrot leuchtende Zungen füllten den Raum und wollten nicht aufhören zu tanzen.

Es gab  nur einen, der von diesen Flammen nicht begeistert war. Der Hofzauberer hatte eine erschreckende Erkenntnis gemacht. Er stand im Halbschatten der fast erloschenen Flammen und grübelte: „Ich habe eine fürchterliche Vermutung! Unter den Chemikern gibt er einen Betrüger! Einen Trickser! Einen unwürdigen Mann für unsere Prinzessin!“.

Der Zauberer musste diesen Schwindler finden! Deswegen beschloss er eine weitere Prüfung einzuführen. Diese Prüfung nannte er „Feuer durch Wasser“.

Der Zauberer hatte Recht! Es stellte sich heraus, dass es nicht einen, sondern gleich zwei Verräter unter den Chemikern gab!

Als Prinzessin Chemikalia das hörte, tobte sie vor Wut! So etwas war in Chemieland unerhört. Sie forderte den Zauberer auf, weitere Prüfungen durchzuführen.

Der Zauberer stellte seinen nächsten Versuch vor. Dieser hieß „Indikatoren“. Dabei sprach der Zauberer merkwürdige Zaubersprüche aus und tanzte wild herum.

Er kündigte an: „Beim Indikatoren Versuch gibt es drei mögliche Ergebnisse.

Färben sich die Flüssigkeiten rot oder blau, dann sind die Chemiker, die sich an diesem Versuch beteiligt haben, nicht für Prinzessin Chemikalia geeignet. Bleibt die Lösung klar, ist einer der Chemiker der Richtige.

Als nächstes stellte König Fluor einen Rundkolben auf den Tisch und forderte auf: „Chemiker! Wandelt diese durchsichtige Lösung in eine andere Farbe um. Wenn ihr meinen Wunsch erfüllt, dann habt ihr diesen Test bestanden. Wenn ihr mein Wunsch nicht erfüllt, dann seid ihr unseres Löwen Fraß.“ 

Wenn man aus dem Fenster schaute, sah man, dass sich die untergehende Sonne langsam purpurrot färbte. Die Zeit für die letzte Probe war gekommen!

Diese Probe bestand darin, einen Vulkan zum Explodieren zu bringen. Nur der klügste Mann konnte dies schaffen.

Drei Chemiker bestanden die Prüfung.

Sie führten einen letzten Test durch, denn drei Männer konnte die Prinzessin ja unmöglich heiraten!

(Zündmischungen/Rauchbomben)

Als der Rauch vom Winde verweht wurden war, sah die Prinzessin das immer noch zwei Chemiker übrig blieben.

Jetzt musste sich Chemikalia entscheiden: Welchen Chemiker sollte sie heiraten?

Drei Tage und drei Nächte zerbrach sie sich den Kopf.

Nach langem Nachdenken, kam sie zu einem Entschluss: *dramatische Pause*

Sie wollte keinen der Chemiker heiraten!

Warum? Prinzessin Chemikalia merkte etwas.

Sie brauchte keinen Mann, um glücklich zu sein. Sie wollte eine Ausbildung zum Zauberer machen, denn sie fand diesen Beruf sehr interessant.

König Fluor war zunächst erstaunt, dann aber schnell auch sehr stolz auf seine Tochter. Er schickte alle Chemiker, die übrig blieben nach Hause, und beschloss, dass Chemikalia ganz alleine das Königreich „Chemieland“ regieren sollte.

Nach einer Stunde Feuerzauber, Rauch und Magie war nun endlich klar, was uns auch unsere „keinen Großen“ bestätigten: „Wow“- das ist so cool was die Großen alles so gelernt haben“ (die Brüste der „Chemiker schwollen an“)

Herr Busch hat nun so viel Nachwuchs, denn fast alle 4. Klässler wollen nun Chemie studieren. Herr Simon können wir das auch ausprobieren (Schweißperlen wurden auf Herr Simons Stirn sichtbar!)

Diese Stunde lebendige Chemie muss unbedingt wiederholt werden, denn wir wollen ja wissen, was aus der Prinzessin Chemikalia geworden ist?

Vielen Dank an die Abiturienten, die voller Enthusiasmus endlich mal die Theorie aus 6 Jahren Chemielektionen anwenden konnten und dabei auch noch kleine Schüler motiviert haben, die nun bald in der Sekundarstufe die ersten naturwissenschaftlichen Experimente in Biologie, Chemie und Physik durchführen werden.

Mehr Fotos hier.

Rainer Busch

Kommissarischer Schulleiter

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