Quarantäne?!

Die meisten von uns durften ja schon Erfahrungen mit dieser Situation sammeln.

Manchmal kann eine Zeit der Besinnung zuhause schön sein, manchmal auch sehr belasten. Studien haben gezeigt, dass gerade Jugendliche manche Aspekte der Quarantäne häufig als sehr belastend erleben. Vor allem wenn die Quarantäne über einen längeren Zeitraum anhält – wer bereits mit einem positiven Testergebnis über Wochen von der Schule ausgeschlossen war, weiß vermutlich, wovon die Rede ist.

Zu den Seiten der Quarantäne, die besonders schwierig sein können, zählt zum einen die soziale Isolierung: Alle anderen sind in der Schule, quatschen, teilen gemeinsame Erlebnisse und ich sitze hier, bekomme nichts mit und fühle mich ausgeschlossen. Um diesem Gefühl entgegenzuwirken, kann es hilfreich sein, sich entweder schon vorher oder dann, wenn die Quarantäne beginnt einen Quarantänebuddy zu suchen. Der Quarantänebuddy ist jemand aus der Klasse mit dem/der man sich gut versteht und gern Kontakt hält. Mit diesem vereinbart man wann und auf welchem Wege man gut Kontakt hält und er oder sie hält einen auf dem neuesten Stand.

Außerdem kann sich der Verlust an Tagesstruktur erst auf die Arbeitsleistung, dann die Motivation und sogar auf die gesamte Stimmung negativ auswirken. Manch eine(r) genießt vielleicht auch die Freiheiten eines weniger sortierten Tages – umso besser. Wer aber merkt, dass die Laune immer schlechter wird, man immer weniger schafft und sich auch nicht aufraffen kann überhaupt aus dem Bett zu kommen, für diejenigen kann es hilfreich sein sich selbst eine Tagesstruktur zu setzen. Vorab zu überlegen: Wie soll mein Tag aussehen? Was macht mir Freude? Wann will ich mich meinen Pflichten widmen? Was gönne ich mir als Belohnung für erfolgreiche Erledigungen? Als besonders nützlich hat es sich erwiesen, diesen Tagesplan schriftlich festzuhalten.

Diese und weitere Informationen haben wir als Team der Sozialarbeit in unserem sogenannten Quarantänepass gesammelt. Den meisten Klassen der Sekundarstufe haben wir diesen bereits im vergangenen, der 5. und 6. Klasse in diesem Schuljahr vorgestellt. So richtig wichtig wird der Pass ja aber erst, wenn man sich plötzlich in der Quarantänesituation wiederfindet. Daher ist der Quarantänepass auch auf der Homepage der Schule abrufbar, um ihn für sich selbst ausfüllen zu können. Manch eine(r) macht das lieber allein, für andere ist es hilfreich mit den Eltern, Geschwistern oder anderen Unterstützern daran zu arbeiten. Der Quarantänepass hat 2 Seiten: eine für die Theorie – da gibt´s also was zum Lesen. Und die zweite Seite um aus der Theorie für sich selbst das Nützliche und Sinnvolle auszuwählen und einzutragen – diese Seite kann man also ausfüllen. Speziell für die 5. und 6. Klasse und alle die Lust haben, gibt es auch einen Tagesplan zum Basteln. Ihr findet das Quarantänepass und Tagesplan auf der Schulhomepage unter Schulsozialarbeit.

Wir wünschen euch als Erstes, nicht in Quarantäne zu müssen. Und wenn doch, eine möglichst genussreiche und wenig belastende schnelle Gesundung oder Negativtestung.

PS: Sobald ihr das Gefühl habt, allein nicht (mehr) so gut mit der Situation in Quarantäne klarzukommen: dafür ist die Sozialarbeit gerne da – meldet euch unter: kerstin.krohmer@germanschool.co.ke

Herzlich, euer Sozialarbeitsteam,
Kerstin Krohmer und Lisa Lüthke

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