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GSFC - Fussball in Mombasa

Datum 06.10.2017

Die U17 & 19 - Mannschaften des German School Football Centre waren von Freitag (6.10.17) bis Sonntag in Mombasa.  Die Reise verlief problemlos und war richtig gut.  Die privaten Busse in Nairobi und Mombasa auf die Minute puenktlich, der neue Normal-Spur-Zug elegant und sanft wie Seide, das Personal freundlich mit einem Chinesen hier und da, Mombasa von der besten Seite – locker-swahilisch und nicht zu warm – Mittagessen am Samstag auf einer traumhaften Terrasse ueber dem alten Hafen fuer 450 KES, Schlafen in einem Appartment Hotel an der Nordkueste, als wir am Hafen sind, laeuft ein 60.000 Tonner aus, und es ist gerade Flut mit hohen Wellen, als wir mit unseren 22 Spielern, von denen 15 noch nie das Meer gesehen haben, in der weissandigen Big Tree Bucht ankommen.  

Am Samstagmorgen ist die U17-Jugend des Erstliga-Clubs Bandari FC auf dem regenschweren Mbaraki-Gelaende zu stark fuer unsere U17 mit Julian, Tim, Andy, Karl und Timon.  Zur Halbzeit steht es noch 0:0, nach guter Gegenwehr und 2 grossen, eigenen Chancen ist das Spiel aber am Ende 3:0 verloren.  Dann kommt nach einem Besuch der Altstadt und des Fort Jesus am Abend um 5 Uhr ein voellig verruecktes Spiel der U19.  

Ein neues Stadium mit bunten Tribuenenplaetzen eingepfercht in das dicht bevoelkerte Marktviertel von Kongowea, mit einem kleineren Feld als ueblich, ein Community Projekt der Stadt, hunderte von Kindern auf dem Kunstrasen und spaeter dann auf den Tribuenen.  Und dann die Jungens vom Nyali Sports Club: Spielbegeistert und schnell wie Hallenfussballer.  Unsere Jungens wissen 10 Minuten lang nicht, wo der Ball ist, haetten nach 5 Minuten schon 4:0 zurueckgelegen, wenn die Nyali Boys nicht unter dem Lachen der Zuschauer wiederholt das leere Tor verpasst haetten und unser Martin Muinde im Tor nicht so  wahnwitzig wach waere.

Langsam kommen der Kampgeist unserer Mannschaft und die Technik von Joseph Ndolo und Alphonse Omijah zum Tragen, im Mittelfeld wird es ausgeglichener, und ploetzlich schiesst Julias Juma aus 16 Metern – von den Fingern des Goalies rutscht der Ball ins Tor.  Die Zuschauer lachen sich kaputt.  Kurz darauf, ein Ball in die Gasse, und der schnelle Graig Karanja macht das 2:0.  Nun wird es ruhiger auf den Raengen.  Aber nur kurz, denn innerhalb von 10 Minuten machen die Jungens in Hellblau in der 2. Halbzeit zwei wunderschoene Tore – 2:2.  Unsere Spieler behalten die Ruhe und schicken einmal mehr einen schnellen Aussen auf die Reise – aus ziemlich spitzem Winkel jagt Graig den Ball in den Giebel  -  3:2 und Endstand.                    

Wir fallen uns mit Batis Tuta, dem riesigen Nyali-Coach mit hennarotem Bart und einem Prediger aus der nahen Moschee in die Arme.  Auch Issa, der Jugendtrainer des FC Bandari ist da und Samuel Wamwea, der Direktor einer Sekundarschule in Mtwapa, der uns den Bus besorgt hatte und nicht von unserer Seite wich.  Wir wollen uns alle im naechsten Jahr wiedersehen.

Dann steht ploetzlich ein riesiger Kuchen in Fussball-Form auf der Mitte des Platzes.  Ali Kiplagat, unser Coach hat Geburtstag und seine Schwester, die in Mombasa wohnt, hat dran gedacht.  Der Kuchen reicht fuer die Spieler, Trainer und Betreuer beider Mannschaften -  zu Hause in Mombasa.  Spaeter macht die Bombenstimmung im Bus mit Rap-Einlage von Ali deutlich, wie die Mannschaften zusammengewachsen sind.    

Das Ganze war nicht umsonst aber auch nicht riesig teuer – knapp 10,000 KES pro Spieler.  Die Famlien von 15 Spielern konnten nichts beitragen.  Der grosse Spender tauchte nicht auf.  Bei Besuchen von Tuer zu Tuer kam aber genug zusammen: Village Market, Tribe Hotel, Lord Errol, Mango-Moebel, Thanawalla Insurance Brokers, Nachbarn und Eltern von Mitspielern. Die Freude an der Grosszuegigkeit der Spender kompensierte fuer die Muehe – Danke !

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