„Wir sind froh, dass wir mit der Zählung der Steppentiere auf ziemlich übereinstimmende Summen kommen. Obwohl ich fast immer links sitze und die anderen Zähler auf der rechten Seite abwechseln, kommt insgesamt heraus, dass auf der linken Seite im ganzen fast genauso viele Tiere gezählt sind wie rechts (48,7% zu 51,3%). Bis dahin hatte man immer angenommen, dass in der Serengeti noch über eine Million großer Tiere leben. Wir dagegen haben in wochenklagen Flügen gezählt:

Gazellen(Gazella thomsoniii thomsonii und Gazella granti robertsi)194.654
Gnu(Connochaetus taurinus albojubatus)99.481
Zebra(Equus burchellii boehmi)57.199
Topi-Antilopen(Damaliscus korrigum eurus)5.172
Elen-Antilopen(Taurotragus oryx pattersoniamus)2.452
Impala(Aepyceros melampus melampus)1.717
Kaffernbffel(Syncerus caffer aequinoctialis)1.813
Kongoni(Alcelaphus buselaphus cokii)1.285
Giraffen(Giraffa camelopardalis tippelskirchii)837
Wasserbcke(Kobus defassa raineyi)284
Strche(Ciconia ciconai ciconia)178
Oryx-Antilopen(Oryx beisa callotis)115
Elefanten(Loxodonta africana africana)60
Pferde-Antilopen(Hippotragus equinus langheldii)57
Nashrner(Dicerus bicornis bicornis)55
Straue(Struthio camelus massaicus)1.621

Insgesamt leben also im Serengeti-Nationalpark 366.980 große Tiere. Vielleicht sind es auch zehntausend mehr, die wir übersehen haben. In jedem Falle nur ein Drittel so viel, wie man annahm, und doch sind es immer noch unvorstellbare Massen. Aber werden sie da weiterleben können? Reichen die Ebenen, die Gebirge, die Flussniederungen und Buschsteppen des Parks, um diese letzten Riesenherden zu erhalten? Wir haben schon jetzt große Herden von Gnus außerhalb der Grenzen des Parks angetroffen.“ (Grzimek: Die Serengeti darf nicht sterben; S. 135f.)

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